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Sehenswürdigkeiten in Schleswig |
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Sehenswürdigkeiten in SchleswigSchloss GottorfDas Schloss Gottorf ist ehemalige Residenz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. Es liegt an der Schlei, einem Meeresarm der Ostsee. Die Residenz war früher Kulturzentrum. Auch heute ist es ein Ort, in dem Geschichte vergnüglich und spielerisch vermittelt wird. Träger der Museen, die sich in dem Schloss befinden ist die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Früher befand sich der Gottorfer Globus in dem Schloss. Im Jahre 1713, im Nordischen Krieg zwischen Dänemark und Schweden musste der Herzog Carl Friedrich vor den Dänen kapitulieren. Im Februar 1713 marschierten der dänische König Friedrich IV. und der russische Zar Peter der Große in Schleswig ein. Schloss Gottorf fiel an Dänemark. Der weltberühmte Globus gefiel Peter dem Großen so gut, dass er ihn besitzen wollte. 3,5 Jahre dauerte der Transport von Gottorf nach St. Petersburg. Es waren 800 Männer nötig. Der originale Globus befindet sich noch heute in St. Petersburg. Seit 2005 befindet sich eine Rekonstruktion des Globusses im Schloss. Das Globushaus musste für den Abtransport des originalen Globus teilweise abgerissen werden. Daraufhin verfiel das Haus. Seit dem Jahre 2007 ist auch der Garten wieder hergestellt. Die Gartenanlage gilt als erster Terrassengarten des Barocks nördlich der Alpen. In den Globus kann man hineinsteigen und den Lauf der Gestirne verfolgen. Das Schloss ist eine Vierflügelanlage. Die Ringmauer ist noch in Teilen erhalten. Gottorf wurde erstmals 1161 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1523 wurde Herzog Friedrich I. dänischer König. Er behielt Gottorf als Residenz bei. Sein Sohn, Herzog Adolf veränderte das Aussehen des Schlosses. Es ist bis heute so geblieben. Seine Glanzzeit erlebte das Schloss im 17. Jahrhundert. Herzog Friedrich III. ließ zu dieser Zeit die Räume mit Stuckdecken ausstatten. Er legte eine umfangreiche Kunstsammlung an. Die wertvollen Teile der Sammlung mussten nach Kopenhagen überführt werden, als das Schloss an die dänische Krone fiel. Heute befindet sich das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte im Schloss. Wikinger-Museum HaithabuDas Wikingermuseum Haithabu bei Schleswig zeigt eine der modernsten Ausstellungen zum Thema Wikinger. Es ist in Deutschland das einzige seiner Art. Archäologische Funde und spektakuläre Nachbildungen informieren die Besucher über den Alltag, die Handwerkskünste, den Handel, den Glauben, Schiffsbau und Seefahrt der Wikinger. Außerdem bietet das Museum Sonderausstellungen und verschiedene Veranstaltungen runden das Angebot ab. Besonders reizvoll für Schulklassen und Familien sind die Angebote der Museumspädagogik. Auch für Erwachsene spannend ist es, selbst Schmuck nach frühzeitlicher Tradition herzustellen oder erklärt zu bekommen, wie geschickt die Wikinger beim Fischfang waren. Selbst auszuprobieren, selbst schmecken, selbst kreativ werden ist gerade für Kinder beim Thema Wikinger besonders spannend. Ob Brot backen, Pfeil und Bogen Schießen, es gibt gegen Unkostenbeiträge oder pauschale Gruppenkosten können Kinder und Jugendliche selbst aktiv werden. Haithabu war im 9. Bis 11. Jahrhundert ein wichtiges Handelszentrum in Nordeuropa und die südlichste Siedlung der Wikinger. Sie wurde selbst in arabischen Reiseberichten erwähnt, was die Sonderstellung der damaligen Zeit belegt. Die Siedlung wurde wohl im 8. Jahrhundert von friesischen Kaufleuten an der Schlei errichtet und selbst die dänische Krone hatte hier ihre Interessen. Noch heute sichtbar ist der Halbkreiswall um die Siedlung, die zum Schutz und zur Verteidigung diente. Dass Menschen und Waren aus aller Welt hier ihre Wege kreuzten, belegen entsprechende archäologische Funde wie Scherben, Münzen, Waffen oder Schmuck. Erst im 11. Jahrhundert verlor Haithabu seine Position an Schleswig, das in unmittelbarer Nähe liegt. Seit über 100 Jahren arbeiten Archäologen daran, die Siedlung zu erkunden und zahlreiche Funde zutage zu fördern. So gelang es auch, einige Häuser der Siedlung zu rekonstruieren. VolkskundemuseumIm Volkskundemuseum Schleswig erfahren Besucher viele interessante Details zum Alltagsleben seit etwa 1800. Auf einem ausladenden Areal auf dem Hesterberg in der Nähe von Schloss Gottorf bietet das Museum Dauer- und Sonderausstellungen zu den Themen Landesgeschichte, Technik sowie Land- und Hauswirtschaft. Das Volkskundemuseum Schleswig besitzt eine der ältesten und besten Sammlungen zu diesen Themen in ganz Deutschland, vor allem im Bereich Landwirtschaft. Dazu kamen aber auch moderne Alltagskultur und Landesgeschichte von Schleswig-Holstein. Auf dem Gelände waren früher Pferdeweiden angelegt und so diente es der preußischen Armee als Depot. Auch die Bundeswehr nutzte später das Gelände, bis 1990. Seit 1993 gehört das Areal dem Land Schleswig-Holstein und dient seither als Museum. Zum Gelände gehört unter anderem das Körnerhaus, das 1875 als Getreidespeicher gebaut wurde und heute vor allem für Dauerausstellungen genutzt wird. Heute dienen zudem ehemalige Lagerhallen und die alte Truppenbäckerei als Ausstellungsräume. Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich Gisela Werler, der ersten Bankräuberin Deutschlands. Eine weitere widmet sich Schlössern und Beschlägen aus Norddeutschland. Neben Ausstellungen bietet das Museum Führungen an, zudem geben Aktionstage Einblick in den Museumsalltag. Weiterhin finden hier Märkte und Konzerte und ähnliches statt. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Schleswig
Bundesland:
Schleswig-Holstein
Landkreis:
Schleswig-Flensburg
Höhe:
1 m ü. NN
Fläche:
24,3 km²
Einwohner:
24.015
Autokennzeichen:
SL
Vorwahl:
04621
Gemeinde-
schlüssel:
01 0 59 075
